Verdunstung ET für Kulturpflanzen

In meinem letzten Blogeintrag habe ich erklärt, was ET ist: Es ist der Wasserbedarf von Land und den darauf angebauten Nutzpflanzen aufgrund der Verdunstung und Pflanzenatmung. HDmeteo veröffentlicht live den Wert der ET für die letzten 24 Stunden für die Referenzpflanze “gemähtes grünes Gras / Rasen”, genannt ET0.

Fast alle Nutzpflanzen haben einen ähnlichen Wasserbedarf wie Rasen. In den meisten Fällen, z.B. zur Gartenbewässerung oder zur Bewässerung einer Mischkultur, kann man ETdirekt ohne Umrechnung verwenden: Der tägliche Wasserbedarf einer Mischkultur oder eines Gartens kann direkt in HDmeteo abgelesen werden.

Pflanzen müssen atmen, um das Kohlendioxid der Luft zusammen mit dem durch die Wurzeln aufgenommen Wasser in Kohlenhydrate (Hydrat = chemische Verbindung mit Wasser) zu verwandeln. Zucker und Stärke sind die wichtigsten Kohlenhydrate. Die Pflanze verwendet dazu die Sonnenenergie am Tage, der Prozess heißt daher Photosynthese. Bei der Pflanzenatmung für die Photosynthese geht unausweichlich Wasserdampf verloren, auch wenn einige spezielle Pflanzen tagsüber “die Luft anhalten” und nur Nachts “ausatmen”, um den Wasserverlust zu begrenzen (sogenannte CAM-Pflanzen, z.B. Ananas, Agaven und Kakteen).

Der Wasserbedarf einer Pflanze richtet sich im Wesentlichen nach drei Faktoren: Photosynthese, Einlagerung von Wasser in Früchte oder Knollen sowie das Reifestadium der Pflanze (Sprössling, adulte Pflanze, absterbende Pflanze):

  • Pflanzen mit wassersparender CAM-Photosynthese benötigen deutlich weniger Wasser (Ananas, Sisal, Kakteen). Ausdauernde Pflanzen mit anderen Wasserspar-Strategien wie z.B. Baumrinden benötigen etwas weniger Wasser (Zitrus, Avocado, Olive, Wein).
  • Pflanzen mit im Vergleich zur restlichen Pflanze großen Früchten oder Knollen benötigen zur Wassereinlagerung etwas mehr Wasser (Kartoffel, Zwiebel, Tomate).
  • Pflanzen benötigen als Jungpflanze, als absterbende Pflanze bzw. in der Ruhephase deutlich weniger Wasser (nach der Saat, beim Verwelken, in der Winterruhe).

Wenn Sie Pflanzen haben, welche wassersparend oder mehrjährig sind, oder relativ große Früchte oder Knollen haben, oder wenn Sie erst vor Kurzem gepflanzt wurden oder in der Winterruhe sind, können Sie mit Hilfe eines Korrekturfaktors die Evapotranspiration Ihrer Pflanze bestimmen:

  • Wasserbedarf pro Quadratmeter = Korrekturfaktor Kmal ET0

Der Korrekturfaktor wird als Kc bezeichnet und ist von der Welternährungsorganisation FAO für alle möglichen Kulturpflanzen und Planzenstadien (Frühphase, Hauptphase, Spätphase) veröffentlicht. Bei vielen Pflanzen oder bei Mischkulturen brauchen Sie keinen Korrekturfaktor zu verwenden (bzw. Kist gleich 1,00).

kc korrekturfaktor et0 neu

Zu Beginn einer Pflanzenkultur oder während der Winterruhe muss die Verdunstung ET0 mit einem Korrekturfaktor Kc < 1 multipliziert werden, da die jungen oder ruhenden Pflanzen noch wenig Pflanzenatmung haben. Während die Pflanze wächst, steigt der Korrekturfaktor auf Werte um die 1 (je nach Pflanzenart mehr oder weniger) an, um dann um die Erntezeit wieder abzufallen. Die Werte von Kc sind für jede Phase und Pflanzenart tabelliert (Bild nach FAO).

Ich habe Ihnen einmal einige Korrekturfaktoren für wichtige Kulturpflanzen zusammengestellt, und anschließend rechnen wir drei praktische Beispiele (Banane, Lulo und Swimmingpool) durch:

Pflanze        Korrekturfaktor
               früh haupt spät

Referenz-Rasen ---- 1,00 ----

einjährig:
Tomate         0,60 1,15 0,80
Kartoffel      0,50 1,15 0,75
Karotte        0,70 1,05 0,95
Zwiebel        0,70 1,05 0,75
Kopfsalat      0,70 1,00 0,95
Paprika        0,70 1,05 0,90
Erdbeeren      0,40 0,85 0,75
Ananas         0,40 0,30 0,30
Zuckerrohr     0,40 1,25 0,75

mehrjährig:
Banane 1.Jahr  0,50 1,10 1,00 
Banane 2.Jahr  1,00 1,20 1,10
Zitrus         0,70 0,65 0,70 
Avocado        0,60 0,85 0,75
Wein           0,30 0,70 0,45
Mandel         0,40 0,90 0,65
Olive          0,65 0,70 0,75
Lulo           0,70 0,90 0,90

Swimmingpool   ---- 1,05 ----

Korrekturfaktoren gemäß FAO für einige auf den Kanaren angebaute Pflanzen, je nach Entwicklungsstadium der Pflanze (bei einjährigen Pflanzen) bzw. der Frucht (bei ausdauernden Pflanzen). Weitere Nutzpflanzen können Sie in dem FAO-Dokument in Tabelle 12 nachschlagen. Sie können sogar den Wasserbedarf aufgrund Verdunstung Ihres Swimmingpools berechnen (schlagen Sie einfach 5% auf ET0 auf).

Beispiel 1: Bananen in der Hauptphase in Los Sauces

san andres et0.jpgWir wollen die Evapo-Transpiration für Bananen bestimmen. Unsere Finca ist in Los Sauces und ist 1 Hektar, also 10.000 m², groß.

Wir schauen also auf die Verdunstungskarte von HDmeteo von heute (dazu können wir im Menü das Rathaus von Los Sauces unter Ayuntamientos > Este > San Andrés y Sauces auswählen). Da es in den letzten 24 Stunden sehr wolkig war, zeigt die Karte nur 2,78 l/m² an.

In der Tabelle der FAO sehen wir für Bananen im 1. Pflanzjahr: Faktor 1,1

Also ist der Wasserbedarf je Quadratmeter Bananenkultur, in den letzten 24 Stunden:

1,1 x 2,78 l/m² = 3,06 l/m²

Hochgerechnet auf die ganze Finca (10.000 m²) benötigen wir also für die letzten 24 Stunden, sofern es nicht geregnet hat:

10.000 m² x 3,06 l/m² = 30.600 Liter Wasser = 30,6 m³ Wasser

Beispiel 2: Lulos in Puntagorda, zwischen Früh- und Hauptphase

DSC_0824

Erfrischend fruchtige Lulofrüchte stammen aus Kolumbien und werden auch auf La Palma angebaut (Bild: Stefan Scheller, Finca La Capilla).

In Puntagorda möchten wir Lulos bewässern, die Plantage ist 600 m² groß. Die Pflanzen befinden sich zwischen Früh- und Hauptphase.

Wir schauen also bei HDmeteo die ET0-Verdunstung von Standardrasen nach, und erhalten 2,7 l/m²

Die Lulos haben wir erst kürzlich gepflanzt und sie befinden sich auf halben Wege zwischen Früh- und Hauptphase. Der Korrekturfaktor für die Frühphase ist 0,7, für die Hauptphase 0,9. Die Pflanzen sind in der Mitte zwischen beiden Phasen, also nehmen wir den Mittelwert des Korrekturfaktors: Faktor 0,8.

Der Wasserbedarf je m² Lulo-Pflanzung ist also:

0,8 x 2,7 l/m² = 2,16 l/m²

Für unsere 600 m² große Finca brauchen wir also heute

600 m² x 2,16 l/m² = 1296 Liter Wasser = etwa 1,3 m³ Wasser 

 

Beispiel 3: Wasserverlust eines Swimmingpools in Los Cancajos

Wir haben in Los Cancajos ein Swimmingpool, der 4 m x 6 m groß ist. Mit der Verdunstungskarte wollen wir bestimmen, wie viel Wasser wir seit gestern nachfüllen müssen. HDmeteo liefert für den nahe gelegenen Flughafen eine Verdunstung von 4,1 l/m². Der Korrekturfaktor für Swimmingpools ist Faktor 1,05, also verdunstet je Quadratmeter Poolfläche: 1,05 x 4,1 l/m² = 4,3 l/m². Der Pool hat eine Oberfläche von 4 m x 6 m = 24 m², also verdunsteten seit gestern

24 m² x 4,3 l/m² = 103 Liter Wasser

Dies gilt für nicht beheizte Pools, deren Wassertemperatur etwa die der Umgebungsluft ist – beheizte Pools verlieren mehr Wasser durch Verdunstung.

 

 

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La Evaporación ET

En mi entrada en idioma alemán empecé éste artículo explicando que en Canarias vivimos en una zona climática seca (“árida”) y que no es posible sembrar en su jardín una florecita y pensar que la lluvia sea suficientemente abundante para que esa flor sobreviva. En países como Alemania, Austria o Suiza es normal que la gente tienen su jardín con flores y nadie tiene que preocuparse del riego o de las lluvias, por que allí siempre llueve lo suficiente. Pero en Canarias todo el mundo lo sabe: Hay que regar todas las plantas – con la excepción de las plantas autóctonas que aguantan la sequía – por que pierden más agua por evaporación que la aportación por lluvias pueda compensar.

¿Pero a qué se refiere el ET de la evaporación en el título? Por cierto no significa algo extraterrestre, sino:

  • E = evaporación = pérdida de agua por evaporación al aire de un suelo húmedo
  • T = transpiración = pérdida de agua por respiración de una planta sembrada en éste suelo
  • ET = evapo-transpiración = la suma de E y T = el agua que la tierra y las plantas por encima consumen

Wasserhaushalt

La evapotranspiración es el conjunto de la pérdida de agua por respiración de las plantas y la evaporación de vapor de agua del suelo. Hay que compensar ésta pérdida por lluvias y riego artificial – pero no demasiado, sino se pierde la preciosa agua por escorrentía en la superficie o por filtración al subsuelo. (imagen: M. W. Toews, CC BY 4.0, adaptada)

La evapotranspiración se mide – igual como la lluvia – en litros por metro cuadrado (l/m²) o en milímetros (mm): No importa cual unidad usamos, por que es lo mismo: un litro de agua escurrido en un metro cuadrado forma una capa de 1 mm de grosor.

La mayoría de las plantas tiene una transpiración muy parecida. Para facilitar la comparación, elegimos una planta de referencia que parece en su necesidad de agua a otras plantas:  el césped, bien regado y cortado. La pérdida de vapor de agua por una superficie de césped se llama ET0 (“ET-cero”), el cero se refiere a “planta de referencia”:

  • ET0 = pérdida de vapor de agua de una superficie de césped, regado y cortado, por los efectos de evaporación del suelo y transpiración de las hojas

Si te permites el lujo y tienes una casa con césped alrededor, ya sabes que éste lujo se paga con una gran exigencia de agua de riego. Una simple vista al mapa Evaporación ET0 (24h) de HDmeteo te permite saber cuánto agua se precisa hoy exactamente. El mapa nos informa cuanto agua necesitamos para compensar la evapotranspiración de las últimas 24 horas, pero sin tomar en cuenta lluvias o la humedad previa de la tierra.

En el oeste de la isla encontramos normalmente valores alrededor de 4 l/m², mientras bajo las nubes en el este una evapotranspiración de 2 l/m² es algo más común. Y si al director de un telescopio en el Roque de los Muchachos le apetece tener césped, tendría que gastar hasta 10 l/m² al día en algunas ocasiones por los vientos secantes.

HDmeteo calcula la ET0 cada 10 minutos, usando las fórmulas recomendadas por la Organización de las Naciones Unidas para la Alimentación (FAO) en Roma. Para el cálculo HDmeteo usa:

  • la temperatura: si aumenta la temperatura, aumenta la evaporación
  • la humedad relativa: en condiciones húmedas se frena la evaporación
  • la velocidad del viento: viento tiene un efecto secante
  • la radiación solar: la luz del sol aumenta la evaporación

Estaciones meteorológicas que tienen la capacidad de medir ET0 son sumamente caras – los precios empiezan por encima de 1000 €. Conocer la ET0 te permite ahorrar grandes cantidades de agua para el riego – aprovecha HDmeteo sin gastar una fortuna. HDmeteo es la primera página en el mundo que te informa de la evapotranspitación en tiempo real y en ésta resolución.

Cómo ahorrar agua, y cómo ajustar ET0 del césped a plantas de gran interés económico, como el plátano, el tomate o la aguacate, os contaré en la próxima entrada del blog.

 

 

September 2017 Time Lapse

Os dejo un vídeo en cámara rápida de los 8 mapas de HDmeteo para el mes de septiembre. Un día en realidad corresponde a 6 segundos en el vídeo.

Als kleines Schmankerl zum Monatsende gibt es jetzt noch ein Zeitraffer der 8 Wetterkarten von HDmeteo.com für den abgelaufenen Monat September. 6 Sekunden im Video sind ein ganzer Tag.


HDmeteo Youtube

Die Verdunstung ET

Auf den Kanarischen Inseln leben wir in einer trockenen Klimazone. Es ist nicht einfach möglich, im Garten ein Blümchen zu pflanzen und zu hoffen, dass der Regen es schon ausreichend wässern würde. Fast alle hier angebauten Kulturpflanzen, mit Ausnahme der an die Trockenheit angepassten endemischen Arten, verlieren in dieser Klimazone mehr Wasser durch Verdunstung als sie im Jahresverlauf durch Niederschläge wieder zurückbekommen. Daher ist die künstliche Bewässerung hier so wichtig.

Das “ET” in der Überschrift steht nicht etwa für einen Außerirdischen, sondern für

  • E = Evaporation = Verdunstung einer bewässerten Landfläche
  • T = Transpiration = Pflanzenatmung der darauf angebauten Pflanzen
  • ET = Evapo-Transpiration = Summe aus E und T = Gesamtwasserbedarf von Land und Pflanzen

Wasserhaushalt

Die Evapo-Transpiration setzt sich aus dem Wasserverlust durch die Pflanzenatmung und durch die Verdunstung von der Erdoberfläche zusammen. Der Wasserverlust muss durch Regen oder Bewässerung ausgeglichen werden – allerdings nicht zu viel, sonst geht ein Teil durch Ablauf oder Versickerung verloren (Bild nach M. W. Toews, CC BY 4.0)

Die Verdunstung ET wird wie auch die Regenmenge in Litern pro Quadratmetern (l/m²) oder in Millimetern (mm) gemessen. Welche Einheit genommen wird, ist egal, denn es ist derselbe Zahlenwert: Ein Liter Wasser pro Quadratmeter breitet sich als 1 Millimeter dicke Wasserschicht aus.

Die meisten Pflanzen haben einen sehr ähnlichen Wasserverlust durch Pflanzenatmung ihrer Blätter. Zur besseren Vergleichbarkeit nimmt man eine alltägliche Standardpflanze: Gut gewässerter, gemähter Rasen. Den Wasserverlust einer Rasenfläche bezeichnet man als ET0 (gesprochen: ET-Null). “Null” bedeutet einfach “Standardpflanze”, also

  • ET0 = Wasserverlust durch Bodenverdunstung und Pflanzenatmung von gemähtem, gewässerten Gras oder Rasen

Wenn Sie sich zu Hause auf La Palma den Luxus gönnen und eine grüne Rasenfläche vor Ihrem Haus haben, dann wissen Sie, dass Sie viel teures Wasser benötigen, um ihn zu versorgen. Ein Blick auf die Wetterkarte Evaporación ET0 (24h) von HDmeteo genügt um zu wissen, wieviel Wasser Ihr Rasen heute benötigt. Angegeben ist der Wasserbedarf je Quadratmeter der letzen 24 Stunden, ohne Berücksichtigung von Regen oder noch vorhandener Restfeuchte im Boden.

Im Westen der Insel sind Werte um die 4 l/m² je 24 Stunden alltäglich. Im Osten, unter der Wolkendecke der Passatwinde und der höheren Luftfeuchtigkeit, sind 2 l/m² in 24 Stunden häufiger anzutreffen. Und wer auf die Idee käme, vor den Teleskopen auf dem Roque de los Muchachos Rasen anzupflanzen, müsste unter den stark austrocknenden Winden dort gelegentlich 10 l/m² pro Tag Wasser aufwenden.

HDmeteo berechnet die Verdunstung ET0 alle 10 Minuten neu und verwendet dabei die von der Welternährungs-Organisation FAO in Rom empfohlene Berechnungsmethode. Dazu verwende ich:

  • Die Temperatur: Je wärmer es ist, umso größer der Wasserverlust
  • Die Relative Luftfeuchte: Je feuchter es ist, umso geringer der Wasserverlust
  • Die Windgeschindigkeit: Wind wirkt stark austrocknend
  • Die Sonnenstrahlung: Direkte Sonnenstrahlung erhöht den Wasserverlust

Wetterstationen, die ET0 messen können, sind sehr teuer – unter 1000 € ist da kaum etwas zu bekommen. Die Kenntnis der Verdunstung ermöglicht es Ihnen, große Mengen Gießwassers einzusparen – nutzen Sie also HDmeteo zu Ihrem Vorteil. Wir zeigen Ihnen die Evapo-Transpiration weltweit erstmalig in dieser Auflösung und in Echtzeit.

Wie Sie mit der Verdunstungs-Karte Wasser einsparen können, und wie Sie die Rasen-ET0 auf wirtschaflich bedeutende Kulturpflanzen, z.B. Banane, Avocado oder Tomate umrechnen können, lesen Sie im nächsten Blogeintrag.

El Mapa de la Irradiancia Solar

Cuando empecé con la programación de HDmeteo, solo hubo mapas de temperatura, humedad, lluvia y viento. La pregunta más frecuente de los usuarios era: “¿… y cómo puedo ver dónde brilla el sol?”. Claro que escucho a ustedes, y además necesito saber la irradiancia solar – así se llama la intensidad de la radiación solar – para calcular otros mapas de gran interés, como lo de evaporación.

irradiancia

izquierda: Mapa de irradiancia solar del último domingo a las 13h (12h tiempo universal, UTC). En tonos amarillos/blancos se ve la parte de La Palma dónde brilla el sol. Normalmente alcanza hasta 1000 W/m², pero por la fuerte presencia de Calima (polvo africano en suspensión) la estación en el Roque de los Muchachos solo mide 863 W/m². Muy típico para Canarias, se ven las sombras por los nubes de los vientos alisios en las medianías orientales. La famosa cascada de nubes en las cumbres de El Paso es a penas visible. En la costa occidental desde Puntagorda hasta Los Llanos, se ve un poco las sombras de nubes por encima del mar en color naranja. La estación en Puntagorda no solo recibe el brillo directo del sol, pero también el reflejo de estas nubes cercanos. Por esto el fotómetro mide una mayor intensidad (897 W/m²) que lo del Roque de los Muchachos. 

derecha: El mismo mapa, pero en la tarde a las 18.30h (17.30h UTC). Por la baja posición del sol se producen largas sombras por las montañas. HDmeteo también simula esto correctamente.

La irradiancia solar se mide por fotómetros en las estaciones meteorológicos, en vatios por metro cuadrado (W/m²). Durante el día la intensidad solar puede alcanzar unos 1000 W/m² en la costa o las medianías y hasta 1080 W/m² en las montañas dónde encontramos aire más pura que absorbe menos la luz solar. En la mañana o en la tarde, cuando el sol tiene una posición más baja en el cielo, la irradiancia solar disminuye aunque haya un cielo despejado. Los fotómetros detectan solamente la radiación que llega a una superficie horizontal y no siguen el sol. Instalaciones fotovoltaicas normalmente pueden convertir 15% de la energía solar en energía eléctrica, es decir hasta unos 150 W/m² en plena sol.

irradiancia plot

Irradiancia solar (W/m² – promedio de 2 horas) en los cinco primeros días de este septiembre. La presencia de nubes en el este de la isla (Playa Nogales, Santa Cruz, Mazo) baja la energía solar que llega a la tierra. Casi siempre el récord de irradiancia se lo lleva el Roque de los Muchachos con sus cielos claros – pero se nota la variación de un día al otro: en días con menor contaminación por el polvo sahariano el Roque llega a más que 1000 W/m². Nubes pueden aumentar la irradiancia: el blanco de la nube es más brillante que el azul del cielo – y cuando no tapa el sol, aumenta el brillo. Esto deja fluctuar la irradiancia de un minuto al otro si no aplicamos un filtro temporal.

Cuando hay nubes, la irradiancia solar cae en horas de mediodía hasta 150 W/m², y durante de épocas fuertes de Calima el polvo en suspensión puede atenuar la luz solar hasta 800 W/m².  HDmeteo también simula las sombras proyectadas por las montañas en la mañana y la tarde. Los números publicados representan el promedio de 30 minutos para que los valores no fluctúan demasiado cuando pasan nubes.

Ahora tenemos completos los valores básicos del tiempo: temperatura, humedad, precipitación, viento y irradiancia solar. En la próxima entrada del blog hablaré de un mapa derivado: El de la evapo-transpiración, la pérdida de vapor de agua por plantas.

Die Karte der Sonnenstrahlung

Als ich mit HDmeteo angefangen habe, gab es erst nur die Karten für Temperatur, Luftfeuchte, Regen und Wind. Die häufigste Frage der Besucher von HDmeteo war: Und wo sehe ich, wo gerade die Sonne scheint?

irradiancia

links: die Sonnenstrahlung gestern Mittag um 13 Uhr. Eigentlich sollte die Sonne gegen Mittag mit etwa 1000 W/m² scheinen. Durch den Calima-Staub gestern zeigte das Photometer auf dem Roque de los Muchachos nur 863 W/m². Deutlich sichtbar sind die Schatten im Nordosten, die durch die Wolkendecke der Passatwinde erzeugt werden (der “Eselsbauch”, wie es auf spanisch heißt). Direkt an der Westküste halten sich auch leichte Wolken und erhellen durch Reflexion zusätzlich zur direkten Sonnenstrahlung die Landschaft. Das Photometer in Puntagorda misst daher einen höheren Wert (897 W/m²) als das auf dem Roque de los Muchachos. Ganz schwach zu sehen ist auch der Wolkenwasserfall, der sich über die Cumbre bei El Paso ins Aridanetal ergießt.

rechts: die Sonnenstrahlung gestern Abend um 18:30 Uhr. Jetzt steht die Sonne so tief dass sich ausgeprägte Schatten durch die Berge bilden. Auch dies gibt HDmeteo exakt wieder.

Die Karte “Irradiancia Solar” gibt nun mit nur 25 Minuten Verzögerung die Antwort auf diese Fragen: Wo scheint die Sonne? Wo ist es bewölkt? Wo werfen die Berge La Palmas gerade ihre Schatten?

Die Sonnenstrahlung wird in Watt je Quadratmeter (W/m²) gemessen. Bei voller Sonne, mittags im Sommer erreicht die Sonnenstrahlung etwa 1000 Watt je Quadratmeter, auf den Bergen durch die klarere Luft sogar 1080 Watt. Solarzellen können davon etwa 15%, also 150 Watt in elektrischen Strom umwandeln. Bei niedrigerem Sonnenstand sinkt der Wert, so dass morgens und abends trotz blauen Himmels geringere Werte gemessen werden, denn die Strahlungssensoren (Photometer) messen nur die Strahlung von oben auf eine horizontale Fläche und werden nicht in Richtung Sonne nachgeführt.

Die mittägliche Sonnenstrahlung von ca. 1000 W/m² wird verringert durch Wolken oder Nebel (auf etwa 150 W/m² zur Mittagszeit), durch den Sahara-Staub bei Calima (je nach Stärke auf etwa 800 W/m²) oder durch den Schattenwurf der Berge. All diese Effekte berücksichtigt die Karte von HDmeteo. Dabei wird der Mittelwert von 30 Minuten veröffentlicht, um kurze Abschattungen oder Aufhellungen durch vorbeiziehende Wolken auszugleichen.

Sie können die Karte der Sonnenstrahlung zur Planung Ihrer Ausflüge nutzen. Denken Sie daran, dass die Sonne ab ca. 250 W/m² so intensiv ist, dass Sie Ihre Haut vor der UV-Strahlung schützen müssen.

Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag, Wind und Sonnenstrahlung sind die grundlegenden Messwerte, um damit dann weitere Parameter wie Verdunstung, Bewässerungsempfehlungen, Risikoparameter für Blatt- oder Wurzelkrankheiten von Kulturpflanzen, das Waldbrandrisiko, aber auch Ertrag von Photovoltaik oder Windenergie berechnen zu können. Dazu später mehr.

 

Otoño

Esta noche a las 21:02 horas de Canarias comienza el otoño. El comienzo del otoño marca el momento cuando el día y la noche duran ambos 12 horas. A partir de mañana las noches durarán más que los días, si contamos el día el periodo en que el centro del sol se encuentra por encima del horizonte. Pero si medimos el tiempo en que por lo menos una parte del disco del sol queda visible por encima del horizonte, tenemos que añadir 2 minutos para el amanecer y otros 2 minutos para la puesta del sol.

reloj 2.JPG

Reloj solar en la iglesia de San Francisco en Santa Cruz de La Palma. Este reloj muestra el “tiempo solar”. Cuando empieza el otoño este reloj da el amanecer a las 6 de la mañana (VI a la izquierda) y el atardecer a las 6 de la tarde (VI a la derecha). Mediodía es siempre a las 12 (XII).

Si nuestros relojes mostrarían la verdadera hora solar, el amanecer y el atardecer serían hoy a las 6 de la mañana y a las 6 de la tarde, como lo muestra el reloj solar en la iglesia principal en Santa Cruz de La Palma.

No obstante, la hora oficial de Canarias se encuentra durante del verano por lo menos 2 horas por delante de la hora solar: Por esto el amanecer se produce a las 8 de la mañana y el atardecer a las 8 de la noche, hora oficial.